Winter - Blog Markus Schrade - Kräuter- u. Naturwanderungen Markus Schrade

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Winterzeit = Kräuterzeit ?

Kräuter- u. Naturwanderungen Markus Schrade
Herausgegeben von in Kräuter ·
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Wer bei der letzten regulären Kräuterwanderung in diesem Jahr Ende Oktober im Käfertaler Wald dabei war, konnte einige Kräuter und Gehölze kennen lernen, von denen wir noch im Herbst und Winter profitieren können. Und wer in diesen Tagen draußen aufmerksam unterwegs ist und sich (schon ein bisschen) auskennt wird festgestellt haben, dass selbst mitten im Spätherbst verschiedene Kräuter noch oder wieder - je nachdem- präsent sind. Hierzu zählen Rote und Weiße Taubnessel, Vogelmiere, Nelkenwurz, Schöllkraut, Weg-Rauke, Weicher Storchschnabel, Spitz-Wegerich, Ferkelkraut, Behaartes Schaumkraut, Winterkresse, Große Klette und andere. Man muss fairerweise noch dazu sagen, dass die Heilkräfte der meisten Kräuter im Frühling/Sommer, wenn die Tage länger und wärmer sind, natürlich wesentlich stärker sind. Aber eine vitaminreiche Bereicherung für unseren Speiseplan sind einige der genannten allemal und daher sollten wir uns nicht davon abhalten lassen sie zu sammeln und zu essen. (Bitte kein Schöllkraut essen !!) Ich mag z.B. sehr die Vogelmiere (Stellaria media agg), die glücklicherweise überall auf meinem Balkon wächst. Kommt bei mir jeden zweiten Tag in den Salat.

Diese aktuell relativ hohe Präsenz von Kräutern haben wir zum einen den Niederschlägen zu verdanken, die ja leider sehr lange ausgeblieben waren und die nun gewissermaßen wie eine Art „Treibstoff“ fungieren und zum anderen natürlich den relativ milden Temperaturen. Dadurch, dass bisweilen (längere) Fröste in Mannheim und Umgebung ausgeblieben sind, kann man sogar an vielen Sträuchern von Weißdorn und Gemeinem Bocksdorn (=Goji-Beere) noch intakte, reife Früchte sammeln. Mir persönlich schmecken die frischen und saftigen Goji-Beeren aktuell sogar besser als kurz nach der Reifung. Die Früchte beider Arten enthalten unter anderem Vitamin C und verschiedene Flavonoide. Beides kann man vor allem im Winter für das Immunsystem gut gebrauchen.*
Und wer im Sommer fleißig war und verschiedene Heilkräuter gesammelt oder auch Auszüge hergestellt hat, kann nun im Winter bei Bedarf auf diese zurück greifen. Sei es, um sich einen Erkältungs-, Verdauungs-, oder anderen Tee zuzubereiten, ein Kräuterbad (siehe auch https://www.kräuterwanderung-mannheim.de/tipps-mit-kraeutern-ernaehrung.html) oder auch um Salben und Cremes für verschiedene Anwendungen herzustellen.

Wer auch mal gerne selbst eine Creme oder Salbe herstellen möchte, sich aber nicht so richtig traut oder dem die Zutaten bzw. Kräuterauszüge fehlen, kann gerne an einem meiner Workshops teilnehmen. Nach dem Theorie-Teil stellen wir verschiedene Präparate her, die die Teilnehmer aus meinem Portfolio, dass Anwen-dungen für viele Wehwehchen abdeckt, selbst auswählen können. Nähere Infos und Anmeldung gibt es HIER. Für den nächsten Kurs am 08.12.18 gibt es nur noch 2 freie Plätze. Wer schon mal teilgenommen bzw. erste Erfahrungen gesammelt hat, kann sich jederzeit bei mir melden, wenn doch noch Fragen auftauchen sollten. Ansonsten besteht natürlich auch die Möglichkeit, Erfahrungen oder Fragen hier im Kommentarfeld einzugeben, sodass auch andere davon profitieren können.

Wer sonst noch Fragen zu Kräutern im Winter & Co hat, kann sich gerne melden oder auch, um sein Wissen zu vertiefen, mit mir eine private, individuelle Kräuterwanderung/-führung machen. Vor allem wenn es um die Erkennung bzw. Bestimmung im vegetativen Zustand, also ohne Blüten, geht. Bei einer individuellen Tour kann ich natürlich gezielt auf bestimmte Dinge eingehen und ausführlich persönliche Fragen beantworten, was bei einer größeren Gruppe leider nicht immer möglich ist.

Noch eine Empfehlung am Schluss: Geht so oft es geht raus in die Natur ! Wir brauchen den Wald und jeden Sonnenstrahl für unsere Gesundheit. Im Winter um so mehr. Nicht nur für die Produktion von Vitamin D, sondern auch für bestimmte Hormone, die innere Uhr und Ausgeglichenheit. Schon ein täglicher Spaziergang von 20 bis 30 min. ist besser als nichts zu tun. Und bei der Gelegenheit kann man sich umschauen und gucken welche Kräuter es gibt und diese ggfs. sogar sammeln. Und wer es tagsüber (z.B. berufsbedingt) wirklich nicht raus schafft, der sollte zumindest Vitamin D3 supplementieren. Dies ist eine der wenigen Nahrungsergänzungsmittel, die ich für sinnvoll halte. (Gute Produkte sind schwer zu finden. Da gibt es auch viel Mist auf dem Markt. Für Empfehlungen bitte bei mir anfragen.)
Ich wünsche euch noch eine schöne Winterzeit und viel Spaß beim Kräuter bestimmen und sammeln ! Bis demnächst.


*Anm. zur Goji-Beere: Die entsprechende Textpassage soll kein Aufruf sein, nun Goji-Beeren zu kaufen und in Massen zu essen. (Dies war nur ein Beispiel was man draußen noch findet). Ganz im Gegenteil: Ich halte nicht viel von der oft belasteten Import-Ware aus China. Auf die Problematik weise ich auch in meinem Kompakt-Seminar „Superfoods“ hin. Für eine Zufuhr von beispielsweise Vitamin C gibt es noch viele andere Möglichkeiten.



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